Die mentale Last der Mütter: Was Dauerverantwortung mit deinem Nervensystem macht

Shownotes

ZyklusLeben auf Instagram powered by Frau Aufgeklärt](https://frau-aufgeklaert.de/))

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallihallöchen und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast Folge hier bei Zyklus Leben.

00:00:06: Heute mit mir Lorena, zu einer kurzen knackigen Solo-Folge!

00:00:12: Ich freue mich sehr dass du auch heute wieder eingeschaltet hast.

00:00:16: und ja kurz Info vorab mein Baby schläft gerade in der Trager also solltest du irgendwelche Hintergrund Geräusche wahrnehmen dann ist das die kleine Maus.

00:00:28: Wie du bestimmt schon im Titel gelesen hast, möchte ich gern heute über ein Thema sprechen.

00:00:33: Dass unglaublich viele Mütter betrifft und mittlerweile auch schon häufiger gesprochen wird.

00:00:40: aber ich würde heute sehr gerne nochmal auf eine andere Ebene gehen und vor allem die Nervensystemebene mit reinbringen.

00:00:51: Genau, und zwar es geht um die unsichtbare Arbeit auch Mental Load genannt.

00:00:55: Die Mütter ebenso haben!

00:00:58: Und ich möchte einmal noch kurz sagen wenn hier irgendwelche Papas zuhören dann möchte ich ja euch natürlich überhaupt nicht ausschließen.

00:01:05: Euch kann Mental Load genauso betreffen.

00:01:08: aber erfahrungsgemäß muss ich denn doch sagen das ist ein Thema dass mehr Mamas betrifft und deswegen möchte ich heute hauptsächlich über Müttern sprechen.

00:01:19: ein total engagierter Papa bist oder Mann, das dann fühlte ich natürlich genauso angesprochen.

00:01:26: Ja es ist so wenn wir an Arbeit denken, da denken wir oft an die sichtbare Arbeit.

00:01:33: Das heißt wie viel Stunden arbeite ich?

00:01:36: Die Woche?

00:01:37: Wie viele Körperwäsche habe ich gewaschen?

00:01:39: Was hab' ich gekocht?

00:01:41: Was habe ich im Haushalt gemacht?

00:01:42: Wie habe ich die Kinder betreut?

00:01:44: Aber es ist halt so dass ganz viel Arbeit von Müttern nicht sicher stattfindet, sondern die findet im Kopf statt.

00:01:51: Und genau auf die Arbeit möchte ich mit dir heute mal genauer anschauen Denn aus Sicht als Sozialarbeiterin aber auch aus der Perspektive von der Nervensystemarbeit liegt halt hier eine der größten Gründe dafür warum sich so viele Mütter wirklich dauerhaft erschöpft überfordert und dann irgendwann halt auch ausgebrannt fühlen oder halt in ein Mama Burnout rein rutschen.

00:02:22: Ja, es ist einfach diese dauerhafte Innere Bell Alarm Bereitschaft die man ja lebt, die man hat.

00:02:30: Und ich glaube wir kennen das alle, wir stehen morgens auf und ja, die Gedanken beginnen meistens schon bevor man eigentlich richtig wach ist ne?

00:02:38: Also aufstehen, ok Prothose machen reicht das Brot überhaupt noch?

00:02:43: wie sie die Organisation vom restlichen Tag auswehr muss wohin Genau.

00:02:49: Und selbst nachmittagsabend oder auch nachts hört halt dieses Denken nicht auf, also von Tutulisten über irgendwelche Planung bis hin zu dieser Aufmerksamkeit die halt ständig bei allem ist.

00:03:04: Also egal was wir machen, ob wir mittags einen Kuchen backen, ob er... Was weiß ich?

00:03:08: Wir sind ja immer mit diese Aufmerksamkeit bei diesen Dingen, die noch erledigt werden müssen, was noch besorgt werden muss und eben dieser mentalen Arbeit.

00:03:19: Ich kann auch aus Erfahrung sprechen.

00:03:20: Wir sitzen abends auf der Couch hier, dann merkt man, oh Mist!

00:03:26: Die Windeln sind leer, das heißt ich muss morgen irgendwie noch zum Rossmann.

00:03:31: Wie organisiere ich es eigentlich?

00:03:32: Von den Windeln springt man dann weiter zum Bodies.

00:03:36: Ah ja ok, wir sind jetzt auch zu klein.

00:03:39: Ich brauche neue Kleidung und oh das Abschiedsgeschenk in Nikita!

00:03:42: Das muss auch noch besorgt werden.

00:03:44: und dann ist man halt klar Domino-Effekt einmal in der Gedankenkette.

00:03:49: Und es geht so weiter.

00:03:52: Verrückter ist halt auch ganz viele Mütter irgendwann gar nicht mehr wahrnehmen.

00:03:56: Ich fühle sie eigentlich denken oder ich würde mal sagen, wie krass die dauerhaft im Kopf mit den Gedanken beschäftigt sind.

00:04:04: Weil der Zustand halt irgendwann einfach völlig normal ist.

00:04:07: und das im Kopf, naja, wie ein Betriebssystem im Hintergrund eigentlich läuft permanent ohne Pause niemals Feierabend und David hat dann genau Aussicht des Nervensystems.

00:04:21: super spannend Weil unser Gehirn unterscheidet nicht besonders gut zwischen okay, ist hier eine echte Gefahr oder ist hier halt eine dauerhaft wahrgenommen und verantworten daurenhaft innerlicher Stress.

00:04:35: Wenn wir ständig das Gefühl haben, wir müssen okay wachsam aufmerksam sein, wir dürfen nichts vergessen Wir müssen immer alles denken Dann bleibt halt unsere Nervensysteme dauerhaft in dieser Bereitschaft.

00:04:47: Und Das krasse ist dass sich das manchmal im Alltag gar nicht so nach Stress anfühlt.

00:04:53: Also es gibt ganz viele Mütter, die sagen naja ich bin doch eigentlich gar nicht gestresst.

00:04:58: also klar ich funktioniere doch ne?

00:05:00: Ich mache einfach das was gemacht werden muss.

00:05:03: und das ist halt das tückische weil unser Nervensystem befindet sich halt da oder eigentlich chronisch schon längst außerhalb von seinem optimalen Bereich als im optimalen Bereich des Fensters, der Stress-Toleranz.

00:05:19: Ich weiß nicht vielleicht hast du den Begriff Stresstoleranzfenster schon mal gehört?

00:05:24: Falls nicht, du kannst mal googeln.

00:05:25: das ist auch ganz schön wenn man das so bildlich vor sich hat.

00:05:28: Man kann sich dieses Toleranzfenste ja irgendwie wie ein Bereich vorstellen wo unser Nervensystem optimal arbeiten kann.

00:05:36: Das ist der optimal Bereich, so der grüne Bereich Und innerhalb des Fensters können wir supergut nur mit Herausforderungen umgeben, Entscheidungen treffen, logisch denken.

00:05:46: Unsere Gefühle regulieren und auch wieder so wenn es ein leichter Latenter Stress kommt auch wieder runterfahren und so.

00:05:54: Das Ding ist aber dass wir halt oft dieses Fenster nach oben verlassen.

00:05:59: dann sprechen von der Übererregung Wenn es viele Mütter kennen, den Zustand.

00:06:05: Wahrscheinlich sehr gut ist das nämlich auch... Da fühle ich mich auch in dem Zustand wo mein System oft zu Hause fühlt.

00:06:11: Das heißt dieser Zustand von Ich bin super schnell gereizt nicht?

00:06:15: Schlaf schlechter die Gedanken kreisen Man fühlt sich innerlich angespannt.

00:06:19: Manche haben sogar Angst wie bei mir Angst Panikattacken Herzrasen.

00:06:24: Und dann gibt's aber auch Menschen oder man macht das im Wechsel Die verlassen das Fenster nach unten.

00:06:29: Dann sprechen wir von der sogenannten Untererregung Und da ist eben so dieses Gefühl von voller Erschöpfung, Antriebslosigkeit in ihrer Lehre.

00:06:40: Manche beschreiben das so als würden sie halt einfach nur noch funktionieren.

00:06:43: So komplett neben sich stehen diese Dissoziation auch eine Depression, es ist eine Untererregung des Nervensystems und beobachte ich auch bei ganz vielen Müttern die oft halt ganz krass zwischen dieser heftigen Anspannung und dieser heftige Erschöffung Pendeln.

00:07:03: Und ja, also entweder ist das Nervensystem halt komplett im Alarm-Modus oder es kollabiert dann halt irgendwann komplett und du klatschst von oben komplett nach unten.

00:07:13: Und diesen kompletten regulierten Bereich eigentlich den optimalen Bereich, den erleben ganz, ganz viele immer seltener.

00:07:24: Ja deswegen reicht's auch oft gar nicht aus ich halt einfach nur zu sagen okay ich muss mich weniger stressen, ich muss Weil unser Nervensystem reagiert halt nicht auf diese guten Vorsätze.

00:07:36: Es reagiert darauf was über Wochen, Monate oder Jahre, was es da in der Zeit gelernt hat und was jetzt halt noch super spannend ist dass die länger unser Nervensystem unter Dauerstress steht.

00:07:49: Und Dauerstress ist auch hier ständiges Mental Load und ich renne vom einen Termin zu dem anderen.

00:07:55: Ich muss an alles denken, ich muss wachsam bleiben Das ist so kleiner wie unser Stress-Toleranzfenster.

00:08:00: Also irgendwann haben wir nur noch einen ganz, ganz kleinen Optimalbereich und wir haben aber einen großen Bereich der Übererregung und ein großen Bereich unter Erregung.

00:08:08: das heißt unser System fährt ganz schnell in die Über oder Untererregungen hat nur noch ein ganz klein Bereich wo es sich wirklich reguliert fühlt.

00:08:18: Es bedeutet halt dass zum Beispiel Dinge gibt, die dich früher überhaupt nicht aus der Ruhe gebracht haben wo du dann jetzt völlig aus der Reihe tanzt.

00:08:28: Also daran sieht man eigentlich, okay, ein Kind verschüttet irgendwie ein Glas Wasser und du merkst halt wie dir alles zu viel wird.

00:08:38: Das ist weil dein Nervensystem auf Hochtouren läuft, weil du in einer chronischen Dysregulation bist.

00:08:45: also auch eine sogenannte chronischer Stress ist.

00:08:51: Ja, nicht diesen einen großen Stressmoment oder diesen einen riesigen Stressträger sondern es sind halt diese tausend kleinen Verantwortung die nie wirklich aufhören.

00:09:01: und klar der Körper lernt halt.

00:09:02: okay ich muss immer mitdenken.

00:09:03: Ich muss immer aufpassen!

00:09:04: Ich darf nichts vergessen.

00:09:06: und ja wie schon gesagt habe wenn der Zustand halt dann eben über Wochen Monate Jahre anhält dann geraten wir halt irgendwann in einem chronisch dysregulierten Nervensystemzustand.

00:09:19: Und dann erzählen mir so viele Modis.

00:09:22: Ich kann überhaupt gar nicht mehr entspannen, ich komme gar nicht runter.

00:09:25: Ich buch mir irgendwie eine Yoga-Stunde und hab eigentlich jetzt gerade Zeit für mich... ...und komm halt nicht runter!

00:09:31: Ja klar und es macht halt auch super viel Sinn ne?

00:09:34: Und dein Nervensystem macht wieder genau das was es gelernt hat.

00:09:37: Es bleibt wachsam, es bleibt aufmerksam, es bleiben Funktionsmodus,

00:09:41: ne?!

00:09:42: Wie gesagt, da kappt ihr halt ein Nerven System.

00:09:44: Hundertmal sagen, ich habe doch jetzt eigentlich gar keinen Stress, erspann doch jetzt mal aber ist halt Zustand, der einfach da ist.

00:09:52: Ja und jetzt würde ich gerne auch mal noch einen Schritt weiter gehen denn ich glaube das sich natürlich mente laut mit Kindern oder der Verantwortung Kinder oder dem Alltag gegenüber nochmal enorm verstärkt.

00:10:05: logisch plötzlich ist er so ein kleiner Mensch oder mehrere Menschen die auch tatsächlich komplett abhängig von mir sind und ich glaube aber wiederum nicht dass mental load erst mit Kindern beginnt.

00:10:20: Weil es eben so ist, dass ganz viele Frauen schon von klein auf dazu sozialisiert werden Verantwortung zu übernehmen also dieses typische okay ich achte auf andere ich helfe ich denke mit ich stelle vielleicht diese harmonie her und viele frauen waren halt schon als kinder diejenigen die halt immer vermittelt haben die auch darauf geachtet haben das allen gut geht Frühe Verantwortung übernommen haben und sich auch hochgradig angepasst haben.

00:10:49: Und das finde ich halt wiederum total spannend, weil es eigentlich nichts ist wo wir Frauen mit geboren wurden sondern was ganz viele von uns gelernt haben.

00:11:00: Mädchen werden schon früh dafür gelobt wenn sie hilfsbereit sind wenn sie Rücksicht nehmen oder werden auch schon teilweise früher den haushalt noch hilft doch mal, mal und und.

00:11:11: Und ja natürlich verändert sich das jetzt heutzutage auch gerade mit den rollenbildern so immer mehr.

00:11:17: und wie gesagt es gibt auch unglaublich viele engagierte ferter aber wir sind halt einfach nur in diesem rollen bild verankert was uns bis heute eigentlich begleitet um.

00:11:29: deshalb übernehmen frauen häufig einfach ganz automatisch diese ja unsichtbare Organisationsrolle eigentlich ohne sich so irgendwann bewusst dafür entschieden zu haben.

00:11:41: Und viele Mama's kommen dann immer zu mir und beschweren sich und sagen, naja warum sehe ich das immer nur wenn die Windeln leer sind oder wenn keine Ahnung die Kleidung zu klein ist?

00:11:54: Oder warum muss ich an das Kindergeburtstagsgeschenk Arzttermine whatever denken?

00:12:01: Ja da ist halt noch was ganz Wichtiges gar nicht so wirklich damit zu tun hat, dass Frauen halt organisierter oder klüger sind.

00:12:09: Sondern es hat da ganz viel mit Aufmerksamkeit zu tun und Mit Aufmerksamkeit zu machen, mit Mustern, mit Sozialisationen Und mit dem worauf unser Gehirn halt über viele Jahre trainiert wurde was wir auch in unserer Kindheit erlebt haben.

00:12:23: Ich meine wir sind alle aufgewachsen mit Müttern die das alles übernommen haben und deswegen nehmen halt viele Männer dieses mental load gar nicht so bewusst war, weil das gar nicht in deren Bereich teilweise ist oder auch jetzt gar nicht, weil sie sich nicht drum kümmern wollen sondern weil sie halt einfach das nie gelernt haben mitzudenken.

00:12:44: Weil sie ja auch immer so viele werden diese Rolle aufgewachsen und sagen okay die Mutter macht das.

00:12:50: Und wie gesagt, ich möchte auch gar nicht in dieses Men-Bashing oder Männer-Bashing da reingehen.

00:12:56: Sondern ich glaube wirklich dass viele Männer das einfach gar nicht sehen was im Kopf ihrer Partnerin den ganzen Tag passiert.

00:13:03: und ja mir geht es immer so, dass ich mehr halte.

00:13:09: oder vielen Frauen, ich spreche jetzt aber auch von mir Man wünscht sich halt nicht diesen typischen Satz, so ich wünsche mir dass du mir hilfst.

00:13:17: Sondern ich wünschte mir das du halt mit verantwortlich bist.

00:13:20: und es ist ein riesen Unterschied weil Hilfe bedeutet halt... Ich gebe dir eine Aufgabe.

00:13:27: aber Verantwortung wiederum bedeutet halt okay wir beide Denken halt automatisch mit, wir beide sehen das zum Beispiel die Windeln leer sind.

00:13:36: Wir beide wissen wann die nächste Untersuchung ansteht Neue Schuhe kaufen werden müssen oder so und es macht halt genau den Unterschied bei mental out aus.

00:13:48: Ja, weil es dann steht halt schon auch irgendwie so eine gewisse Überzeugung.

00:13:52: Also wenn ich da jetzt nicht dran denke, dann denkt niemand daran.

00:13:54: Wenn ich jetzt loslasse, dann fällt alles auseinander und das hat auch viel mit Kontrolle zu tun, ne?

00:14:01: Und ja aber das sind halt die Gedanken, die Frauen halt häufig in dieser krassenormen Anspannung halten.

00:14:10: Was ich immer wieder beobachten kann ist dass diese Verantwortung irgendwann gar nicht mehr irgendwas was Frauen übernehmen, sondern diese Verantwortung wird einfach Teil der Identität.

00:14:26: Viele Frauen wissen gar nicht mehr wie es sich anfühlt, nicht zuständig zu sein, nicht an alles alleine denken zu müssen oder mich übrigens manchmal auch eingeschlossen meinen Mann und ich.

00:14:37: wir sind auf einem guten Weg aber nicht mal nicht mal und ich glaube ganz viele Frauen kennen dieses Gefühl.

00:14:44: das tragische aber in unserer Gesellschaft ist ja dass man noch außen ja noch so häufig gelobt wird.

00:14:51: Du hast alles im Griff, bist richtig organisiert und natürlich fühlt sich das auch im ersten Moment schön an.

00:14:57: aber niemand sieht halt den Preis, denn viele Frauen wirklich dafür bezahlen.

00:15:03: Niemand sieht oft die krasse Erschöpfung der innere Anspannung, die Gereizheit, Schlafprobleme, Momrage wenn ich auf einmal mit meinen Kindern rumschreihe.

00:15:11: Viele körperliche Symptome sei es Verspannungen Sei es Reiz, dein Problem ist das ja.

00:15:16: Da steckt ja so viel mehr dahinter, ne?

00:15:18: Niemand sieht oft wie unglaublich viel Energie es eigentlich kostet jeden Tag für alles und jeden auch irgendwie mitzudenken.

00:15:28: Es ist auch was, was ich nicht nur in meiner Arbeit sehe sondern Ich kann davon wirklich auch selbst ein Lied von singen.

00:15:35: Ich habe das selbst erlebt Wie weit auch dieser Zustand gehen kann.

00:15:42: Und dann sehe ich halt in meiner Arbeit als Sozialarbeiterin und der Nervensystemarbeit immer, dass ganz viele Frauen an diesen Punkt sind und dauerhaft unter dieser inneren Anspannung, unter diesem inneren Druck Leiden wirklich hochgradig erschöpft und gereizt sind und plötzlich wie gesagt Symptome bekommen, medizinisch ist nichts auffällig.

00:16:06: Da ist es mir auch noch mal unglaublich wichtig zu sagen, dass nur weil Stress ja unsichtbar ist heißt halt nicht das er nicht real ist.

00:16:15: Und unser Nervensystem reagiert halt nicht nur auf diese typischen was man hat diese krassen traumatischen Ereignisse oder einzelne Schicksalsschläge sondern es reagiert richtig krass auf chronische Stress und das kann auch eine Traumfolge dann irgendwann sein.

00:16:36: Ja, ich finde es super wichtig da Frauen auch nicht für zu belächeln.

00:16:41: Und um nicht nur zu sagen denke ich das ist halt gerade mal so ein bisschen viel weil wenn wir uns jetzt auch mal so'n bisschen Mama Burnout anschauen dann beginnt halt dieser Mama Burn Out nicht erst mit so einem Riesen dann zusammenbruch wie sich das jeder vorstellt sondern der Mama Burn out beginnt Genau mit diesem Gefühl, okay ich funktioniere nur noch.

00:17:03: Eigentlich kann ich nicht mehr aber ich muss halt und dann beginnt es schleichen.

00:17:07: Mit der Kichwerte immer gereizt da ich fäll' je langsam vielleicht auch Freude an verschiedenen Dingen.

00:17:13: die kleinsten Sachen werden plötzlich anstrengend für mich.

00:17:16: Ich habe weniger Geduld mit meinen Kindern!

00:17:18: Ich gehe ja auch aus der Verbindung mit meinen Kindern raus und schiebe meine eigenen Bedürfnisse immer weiter nach hinten oder sie rutschen automatisch nach hinten.

00:17:29: Da ist so was, was mir immer wieder auffällt.

00:17:34: Dass viele denken okay naja ich muss mich jetzt vielleicht noch ein bisschen besser organisieren kaufen sich irgendwie den nächsten Kalender um Strukturäter noch effizienter zu werden.

00:17:46: aber da ist so eine kleine Reminder oder einen Impulso.

00:17:49: vielleicht liegt die Lösung nicht darin noch produktiver zu werden.

00:17:55: Vielleicht liegt die Lösung auch nicht darin irgendwie noch effizienter zu funktionieren.

00:18:01: Ich spreche aus Erfahrung, sondern vielleicht beginnt die Veränderung genau dort wo wir überhaupt erst erkennen wie viel wir eigentlich jeden Tag tragen.

00:18:15: Denn ich glaube, viele unterschätzen einfach ihre eigene Belastung.

00:18:19: Und das will jetzt auch nicht in so eine Opferrolle reingehen oder so.

00:18:22: Das ist schon wichtig dass wir da auch sehr reflektiert sind und uns nicht in die Opferrollereien begeben.

00:18:29: Aber ich finde es einfach wichtig da mal hin drüber aufzuklären und auch ja vielen Müttern mal so diesen Blick mitzugeben.

00:18:39: So, schaut euch mal euren Tag an!

00:18:41: Schaut euch mal euern mentalen Zustand an.

00:18:43: wie geht es euch wirklich?

00:18:46: Weil manchmal muss man einfach Verantwortung abgeben.

00:18:49: Manchmal muss man Hilfe annehmen, auch wenn's einem sehr schwer fällt.

00:18:56: Manchmal geht es auch darum, auch als Familie oder in der Partnerschaft andere Wege zu gehen die man vielleicht bis heute gegangen ist.

00:19:05: Weil wenn ein Nervensystem halt über Jahre gelernt hat dass du für alles verantwortlich bist dann fühlt sich halt auch dieses Loslassen und auch manchmal Kontrolle loszulassen da gar nicht mehr sicher an.

00:19:17: das heißt klar Typische Sätze nachher mache ich es halt selbst, ne?

00:19:21: Oder wo ich sie jetzt erklären muss oder bevor es nicht richtig gemacht ist.

00:19:25: Mache ich's doch lieber selbst.

00:19:26: und ja kurzfristig fühlt sich das vielleicht einfacher an aber langfristig hältst halt den Kreislauf aufrecht, ne.

00:19:33: Und deswegen ist meiner Meinung nach mental out ein riesen Nervensystem Thema.

00:19:39: und Ja einfach was noch mal wo nochmal genauer hingeschaut werden darf.

00:19:49: Und ja, ich würde sagen das war's für heute.

00:19:56: In diesem Sinne, ich wünsche dir einen wunderschönen Tag!

00:19:59: Ich finde du darfst ganz ganz stolz auf dich sein was du immer wieder leistest und ich bin sehr froh dass du heute wieder dabei warst ihr die Zeit genommen hast die Podcastfolge zu hören Wenn dir die Folge gefallen hat, dann freue ich mich riesig wenn du unseren Podcast abonnierst oder wir freuen uns.

00:20:19: Oder wenn du die Folge mit einer anderen Mama teilst oder uns auch auf Instagram oder per Mail gerne schreibst was du so für Gedanken dazu hast.

00:20:29: Oder uns auch gerne Themenwünsche zukommen lässt und das würde ich sagen bis zum nächsten Mal!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.